Handtasche ist der Übergriff für jegliche Art von Taschen, die nicht in die Kategorie Reisegepäck oder Businesstasche fallen, wobei der Begriff so umfassend gebraucht wird, dass er schwer einzugrenzen ist. Zu den Handtaschen gehören unter anderem Shopper, Umhängetaschen, Henkeltaschen, Clutches, Beuteltaschen, Pochettes, Messenger Bags, Satchels, Schultertaschen und bisweilen auch der Rucksack.

Die Geschichte der Handtasche reicht bis ins Mittelalter zurück, als die Menschen Taschen entwickelten, um ihre Werkzeuge und andere Gegenstände einfacher transportieren zu können. Im 18. Jahrhundert dann wurde die Tasche von ihrem rein funktionalen Zweck befreit und als modisches Accessoire getragen. In dieser Zeit entstanden auch die handwerklichen Berufe zur Taschenmanufaktur die wir heute noch als Täschner, Sattler, Feintäschner, Beutler oder Riemer kennen.

Im frühen 19. Jahrhundert wurde der Metallrahmen für Taschen erfunden, was für Designer der damaligen Zeit völlig neue Möglichkeiten im Taschendesign ermöglichte. Gleichzeitig entbrannte in der High Society auch das Reisefieber und stabilere, reisetaugliche Handtaschen aus Leder etablierten sich.

Mit der Einführung von synthetischen Materialien im 20. Jahrhundert änderten sich auch die Materialien der Handtaschen. Eine Tasche musste nicht mehr zwingend aus Leder bestehen, denn Materialien wie PVC, Nylon oder Samt waren zum einen günstiger und erweiterten zum anderen die Kreativität der Designer.

Heutzutage sind unzählige Handtaschenarten, Materialien und Preisklassen zu finden, was die Auswahl nicht immer erleichtert. Etablierte Marken wie Hermès oder Picard halten sich bereits seit einem knappen Jahrhundert im Handtaschengeschäft und zeichnen sich durch zeitloses Design und erstklassige Handwerkskunst aus.