Seitdem die Menschen sich bekleiden, verwenden sie dazu die Häute von Tieren, das sogenannte Leder. Dazu wird die Haut der Tiere zunächst mit verschiedenen Methoden haltbar gemacht. Die klassische Variante stellt das Gerben von Tierhaut mit Hilfe von pflanzlichen Mitteln und Ölen dar. Im 19. Jahrhundert wurden jedoch synthetische Verfahren entdeckt, bei denen mit Hilfe von Chromsalzen und anderen synthetischen Mitteln gegerbt wird. Diese Verfahren stellten eine enorme Kosteneinsparung da, die das Leder seitdem auch für den Massenmarkt erhältlich machte. Viele Taschenhersteller, die Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität legen, sind aber bereits wieder zum Gerben mit pflanzlichen Mitteln übergegangen.

Abhängig von der Verarbeitung der Tierhaut gibt es viele verschiedene Lederarten. So gibt es beispielsweise weiches Nappaleder, bei dem die Außenseite der Tierhaut verwendet wird, samtiges Nubukleder (geschliffenes Nappaleder) oder auch Veloursleder, bei dem die weiche und glatte Innenseite der Haut verwendet wird. Leder wird nach dem Gerben oft mit einer beliebigen Farbe gefärbt. So entstehen beispielsweise knallig rote oder blaue Ledertaschen. Hierbei unterscheidet man zwischen transparenten Farbstoffen die das Leder „durchfärben“ und Pigmentfarben, die auf die Oberfläche gesprüht werden.

Auch Kunstleder, also unechtes Leder, welches meist aus PVC hergestellt wird, findet häufig in der Modeindustrie Verwendung. Echtes Leder ist aber immer mit dem bekannten Ledersiegel gekennzeichnet.