Ob Krokodil-, Schlangen- oder Echsenleder, kaum eine Kollektion von Luxushandtaschen kam in den letzten Jahrzehnten ohne Reptilienleder aus. Das Leder aus der Haut der exotischen Tiere galt und gilt noch als Symbol für Reichtum und Ruhm.
Doch die Produktion von Reptilienledern ist nicht unproblematisch und wird von Tierschützern verurteilt. Durch die besonders harte Beschaffenheit der Haut einer Echse können nur diejenigen Häute verwendet werden, die von der Bauchseite junger Tiere stammen. Somit ist der Teil der Haut, der tatsächlich verwendet werden kann, sehr gering. Hinzu kommt noch, dass die Reptilien nicht wie Schweine oder Rinder zur Lebensmittelherstellung verwendet werden, sondern meist nur für ihre Haut genutzt werden.
Viele der für Reptilienleder verwendeten Tiere sind außerdem vom Aussterben bedroht und gehören zu den geschützten Arten.
Um die Produktion von Reptilienleder zu kontrollieren und legal zu ermöglichen, hat sich der Interntionale Reptilienlederverband gegründet. Ziel ist es, nur noch Leder von zertifizierten Reptilienfarmen verarbeiten zu lassen.
In den letzten Jahren sind zudem immer häufiger Rind- oder Schweineleder zu finden, die durch Prägung und Färbung das Aussehen von Reptilleder imitieren. Das Prägen des Leder wird hierbei als Gaufrieren bezeichnet.